Was dir vorher niemand sagt, wenn du ein Buch veröffentlichst:
Du kannst das beste Buch schreiben, das du kannst – und trotzdem wird es vielleicht kaum jemand sehen.
Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich The Law of Fate veröffentlicht. Seitdem wurden ungefähr 300 Exemplare verkauft.
Nicht 3.000.
Nicht 30.000.
Und gleichzeitig bekomme ich Nachrichten von Menschen, die mir erzählen, wie sehr sie diese Geschichte berührt hat. Sie sprechen über die Charaktere. Über meinen Schreibstil. Darüber, wie viel dieses Buch sie hat fühlen lassen.
Und genau das ist vielleicht eine der härtesten Wahrheiten beim Schreiben:
Ein gutes Buch bedeutet nicht automatisch Sichtbarkeit.
Du kannst eine Geschichte schreiben, die Menschen lieben – sie müssen sie nur erst einmal finden.
Natürlich wünsche ich mir, dass noch viel mehr Menschen meine Bücher entdecken. Dass sie darüber sprechen. Sie weiterempfehlen. Mit meinen Charakteren lachen, leiden und fühlen. Ich glaube, jede Autorin wünscht sich das.
Aber ich schreibe nicht, weil ich davon reich werden möchte. Nicht, weil ich davon träume, nie wieder arbeiten zu müssen. Ich schreibe, weil ich es liebe. Weil diese Geschichten irgendwann in meinem Kopf entstehen –
und ich nicht anders kann, als sie zu erzählen.
In jedem meiner Bücher stecken Monate meines Lebens.
Lange Abende.
Zu kurze Nächte.
Zweifel. Überarbeitung. Durchhaltevermögen.
Und unglaublich viel Leidenschaft.
Deshalb bedeutet mir jede einzelne Person etwas, die am Ende sagt:
„Dieses Buch hat etwas mit mir gemacht.“
Die Realität ist, die meisten Autorinnen und Autoren können vom Schreiben nicht leben. Und vielleicht werde ich das auch nie. Aber ich habe irgendwann verstanden:
Ich muss nicht vom Schreiben leben.
Ich lebe, um zu schreiben.
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